Dateien und Verzeichnisse per SSH Terminal in ein Archiv packen und entpacken
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Mit tar können Sie Dateien und Verzeichnisse auf einem Linux-Server in einem Archiv zusammenfassen. In Verbindung mit gzip entsteht eine komprimierte Datei mit der Endung .tar.gz.
Inhaltsverzeichnis
Voraussetzungen
- Sie benötigen eine SSH-Verbindung und Leserechte für die Quelldateien.
- Im Zielverzeichnis muss ausreichend freier Speicherplatz vorhanden sein.
- Prüfen Sie vor dem Entpacken, ob bereits gleichnamige Dateien existieren.
Verzeichnis als tar.gz-Archiv sichern
Wechseln Sie zunächst in das übergeordnete Verzeichnis. Das folgende Beispiel packt das Verzeichnis fotos in die Datei meine-fotos.tar.gz:
tar -czvf meine-fotos.tar.gz fotos/
Die Optionen bedeuten:
-c: neues Archiv erstellen-z: mit gzip komprimieren-v: bearbeitete Dateien anzeigen-f: der nächste Wert ist der Archivname
Für große Verzeichnisse kann die ausführliche Ausgabe entfallen:
tar -czf meine-fotos.tar.gz fotos/
Inhalt eines Archivs prüfen
Prüfen Sie den Inhalt, bevor Sie ein fremdes oder älteres Archiv entpacken:
tar -tzvf meine-fotos.tar.gz
Archiv in ein separates Verzeichnis entpacken
Ein separates Zielverzeichnis verhindert, dass bestehende Dateien versehentlich überschrieben werden:
mkdir wiederherstellung-test tar -xzvf meine-fotos.tar.gz -C wiederherstellung-test/
Wenn das Archiv im aktuellen Verzeichnis entpackt werden soll:
tar -xzvf meine-fotos.tar.gz
Ergebnis prüfen
ls -lh meine-fotos.tar.gz ls -la wiederherstellung-test/
Wichtige Hinweise
- Die Dateiendung
.tar.gzallein komprimiert nichts. Für gzip muss beim Erstellen die Option-zverwendet werden. - Entpacken Sie nur vertrauenswürdige Archive. Ein manipuliertes Archiv kann unerwartete Pfade oder symbolische Links enthalten.
tarkann vorhandene Dateien überschreiben. Verwenden Sie für eine sichere Prüfung ein leeres Zielverzeichnis.- Ein Archiv auf demselben Datenträger ist kein vollständiges Backup. Kopieren Sie wichtige Sicherungen zusätzlich auf ein getrenntes System.
Häufige Fehler
tar: Cannot open: No such file or directory- Prüfen Sie mit
pwddas aktuelle Verzeichnis und mitls -laden exakten Dateinamen. Linux unterscheidet Groß- und Kleinschreibung.
Permission denied- Ihr Benutzer darf die Quelle nicht lesen oder im Zielverzeichnis nicht schreiben. Ändern Sie Rechte nicht pauschal, sondern prüfen Sie Eigentümer und Berechtigungen.
No space left on device- Prüfen Sie freien Speicherplatz und Inodes mit
df -hunddf -i.

