VServer und Root Server - Häufige Serverfehler systematisch prüfen

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Diese Checkliste hilft, häufige Serverfehler einzugrenzen. Ändern Sie erst dann eine Konfiguration, wenn Messwerte und Logs eine plausible Ursache zeigen.

Grundprüfung

date
uptime
systemctl --failed
df -hT
df -i
free -h
sudo ss -lntup

Prüfen Sie danach den betroffenen Dienst mit systemctl status DIENST und journalctl -u DIENST.

HTTP 403 - Forbidden

Der Webserver hat die Anfrage verstanden, verweigert aber den Zugriff. Prüfen Sie Dokumentenstamm, Eigentümer, Rechte aller übergeordneten Verzeichnisse, Indexdatei und Zugriffsregeln. Verwenden Sie nicht pauschal chmod 777.

HTTP 404 - Not Found

Prüfen Sie URL, Virtual Host, Dokumentenstamm, Dateiname einschließlich Groß-/Kleinschreibung und Rewrite-Regeln. Ein 404 kann auch bewusst von der Anwendung erzeugt werden.

HTTP 500 - Internal Server Error

Lesen Sie Webserver- und Anwendungslog zum genauen Zeitpunkt. Häufige Ursachen sind Syntaxfehler, fehlende Abhängigkeiten, ungeeignete Rechte oder Anwendungsfehler. Aktivieren Sie detaillierte Fehlermeldungen nicht öffentlich auf produktiven Websites.

HTTP 502 - Bad Gateway

Der Proxy oder Webserver erreicht sein Backend nicht korrekt. Prüfen Sie PHP-FPM oder den Anwendungsdienst, Socket-/Port-Konfiguration, Rechte am Unix-Socket und Zeitüberschreitungen.

HTTP 503 - Service Unavailable

Der Dienst ist vorübergehend nicht verfügbar. Prüfen Sie Wartungsmodus, überlastete Worker, Ressourcenlimits, Backendstatus und vorgeschaltete Loadbalancer.

Connection refused

Das Ziel wurde erreicht, aber am Port lauscht kein Dienst oder eine Firewall weist aktiv zurück:

sudo ss -lntup
systemctl status DIENST

Permission denied

Prüfen Sie Benutzer, Gruppe, Dateirechte und alle Verzeichnisse im Pfad:

id
namei -l /pfad/zur/datei
stat /pfad/zur/datei

Zusätzlich können SELinux oder AppArmor den Zugriff beschränken. Deaktivieren Sie diese Schutzsysteme nicht als Schnelllösung; prüfen Sie deren Meldungen und passen Sie die Richtlinie fachgerecht an.

No space left on device

Prüfen Sie sowohl Blöcke als auch Inodes:

df -hT
df -i

Löschen Sie keine unbekannten Daten. Finden Sie die Ursache und berücksichtigen Sie gelöschte, noch geöffnete Dateien mit lsof +L1.

Nach der Behebung

Dokumentieren Sie Ursache, Änderung und Test. Ergänzen Sie Monitoring oder Kapazitätsplanung, damit derselbe Fehler früher erkannt wird.

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