VServer und Root Server - CPU, Arbeitsspeicher und Prozesse prüfen
Hohe Last kann durch CPU-Verbrauch, knappen Arbeitsspeicher, langsame Datenträger oder blockierte Prozesse entstehen. Einzelne Kennzahlen reichen für eine Diagnose nicht aus.
Inhaltsverzeichnis
Schneller Überblick
uptime nproc free -h top
Die Load Average ist keine Prozentangabe. Vergleichen Sie sie mit der Zahl logischer CPUs aus nproc und beachten Sie, ob Prozesse auf CPU oder Ein-/Ausgabe warten.
Prozesse sortiert anzeigen
Nach CPU-Verbrauch:
ps -eo pid,user,%cpu,%mem,stat,etime,cmd --sort=-%cpu | head -n 20
Nach Arbeitsspeicher:
ps -eo pid,user,%cpu,%mem,rss,etime,cmd --sort=-rss | head -n 20
Beenden Sie einen Prozess nicht allein aufgrund eines Momentbilds. Klären Sie Dienst, Ursache und Auswirkungen. Verwaltete Dienste werden grundsätzlich mit systemctl gesteuert.
Speicher und Auslagerung beurteilen
free -h vmstat 1 5 swapon --show
Linux nutzt freien Speicher als Cache; deshalb ist der Wert available hilfreicher als free. Dauerhafte Swap-Aktivität kann auf Speicherdruck hinweisen.
OOM-Ereignisse suchen
Wenn der Kernel wegen Speichermangel Prozesse beendet hat:
sudo journalctl -k --since today | grep -i -E 'out of memory|oom|killed process'
Prüfen Sie anschließend, welcher Prozess betroffen war und warum der Speicherbedarf stieg. Nur mehr RAM bereitzustellen kann ein Speicherleck verdecken.
Prozess schonend beenden
Senden Sie zunächst das reguläre Beendigungssignal:
sudo kill -TERM PID
kill -KILL verhindert Aufräumarbeiten und sollte nur die letzte Möglichkeit sein. Ersetzen Sie PID ausschließlich durch eine zuvor geprüfte Prozessnummer.

