VServer und Root Server - Benutzer, sudo und Root-Zugang
Für die tägliche Arbeit sollte nicht dauerhaft direkt als root gearbeitet werden. Ein persönliches Konto mit gezielt nutzbarem sudo verbessert Nachvollziehbarkeit und reduziert Fehlbedienungen.
Inhaltsverzeichnis
Benutzer anlegen
Auf Debian und Ubuntu:
sudo adduser adminname sudo usermod -aG sudo adminname
Auf AlmaLinux, Rocky Linux und RHEL:
sudo useradd -m adminname sudo passwd adminname sudo usermod -aG wheel adminname
Ersetzen Sie adminname durch einen persönlichen, nicht leicht erratbaren Namen. Das -a bei usermod -aG ist wichtig: Ohne diese Option könnten bestehende Zusatzgruppen entfernt werden.
Zugang testen
- Hinterlegen Sie den SSH-Schlüssel für das neue Konto.
- Öffnen Sie eine zweite SSH-Sitzung mit diesem Konto.
- Prüfen Sie die Gruppen und sudo-Rechte:
id sudo -v sudo whoami
Die letzte Ausgabe muss root lauten. Lassen Sie die bisherige Sitzung geöffnet, bis dieser Test erfolgreich ist.
Root-Zugang
Ein Root-Konto wird für Systemaufgaben weiterhin benötigt; direkter Netzwerk-Login ist jedoch meist unnötig. Nutzen Sie sudo befehl für einzelne Befehle oder, nur wenn erforderlich, eine Root-Shell:
sudo -i
Beenden Sie sie danach mit exit. Deaktivieren Sie den direkten SSH-Root-Login erst, wenn der sudo-Zugang und die Anbieter-Konsole getestet sind.
Benutzer sperren oder entfernen
Vorher laufende Prozesse, Cronjobs, Dateien und Dienste dieses Kontos prüfen:
sudo loginctl user-status benutzername sudo crontab -u benutzername -l sudo find / -xdev -user benutzername -print
Ein Konto lässt sich zunächst reversibel sperren:
sudo usermod --lock benutzername
Löschen Sie Benutzer und Home-Verzeichnisse nicht, bevor benötigte Daten gesichert und Zuständigkeiten geklärt sind.

