Plesk - DKIM, SPF und DMARC für E-Mail einrichten
DKIM, SPF und DMARC helfen empfangenden Mailservern zu prüfen, ob Nachrichten Ihrer Domain von berechtigten Systemen stammen. Sie verbessern die Zustellbarkeit und erschweren das Fälschen Ihrer Absenderdomain, ersetzen aber keinen Spamfilter und garantieren keine Zustellung.
Inhaltsverzeichnis
Begriffe kurz erklärt
- SPF nennt in einem DNS-TXT-Eintrag die Server, die für eine Domain senden dürfen.
- DKIM versieht ausgehende Nachrichten mit einer kryptografischen Signatur. Der öffentliche Prüfschlüssel liegt im DNS.
- DMARC legt fest, wie Empfänger mit Nachrichten umgehen sollen, die SPF oder DKIM nicht passend zur sichtbaren Absenderdomain bestehen. Berichte können an eine angegebene Adresse gesendet werden.
Voraussetzungen
- Sie benötigen Zugriff auf die E-Mail- und DNS-Einstellungen der Domain.
- Prüfen Sie, ob Plesk oder ein externer DNS-Dienst die maßgebliche DNS-Zone verwaltet.
- Erfassen Sie alle legitimen Versandsysteme, zum Beispiel Website, Newsletter-Dienst und Warenwirtschaft. Ein unvollständiger SPF-Eintrag kann deren Versand stören.
DKIM in Plesk aktivieren
- Öffnen Sie Websites & Domains.
- Öffnen Sie bei der Domain den Tab E-Mail und klicken Sie auf E-Mail-Einstellungen.
- Aktivieren Sie DKIM-Spamschutzsystem zum Signieren ausgehender E-Mail-Nachrichten verwenden.
- Klicken Sie auf Anwenden.
Verwaltet Plesk die DNS-Zone, werden die benötigten DKIM-Einträge normalerweise automatisch ergänzt. Bei externem DNS:
- Klicken Sie in Plesk auf Konfiguration des externen DNS.
- Übernehmen Sie die dort angezeigten DKIM-Einträge exakt beim zuständigen DNS-Anbieter.
- Warten Sie die DNS-Aktualisierung ab und prüfen Sie danach erneut.
Für versendende Domain-Aliasse sind eigene DKIM-Namen erforderlich; Plesk zeigt die passenden Werte an.
SPF prüfen
- Öffnen Sie Websites & Domains > Ihre Domain > DNS-Einstellungen.
- Suchen Sie den TXT-Eintrag, der mit
v=spf1beginnt. - Prüfen Sie, ob alle tatsächlich verwendeten Versandsysteme enthalten sind.
- Veröffentlichen Sie pro Domain nur einen SPF-Eintrag. Mehrere
v=spf1-Einträge führen zu einem SPF-Fehler.
Kopieren Sie keine fremden Beispielwerte. Der richtige Inhalt hängt von den tatsächlich verwendeten Absenderdiensten ab.
DMARC schrittweise einführen
- Legen Sie in DNS-Einstellungen einen TXT-Eintrag für
_dmarc.ihre-domain.tldan. - Beginnen Sie mit einer beobachtenden Richtlinie, zum Beispiel
v=DMARC1; p=none; rua=mailto:dmarc@ihre-domain.tld. - Stellen Sie sicher, dass die Berichtsadresse existiert und mit der Menge maschineller Berichte umgehen kann.
- Werten Sie die Berichte aus und korrigieren Sie unbekannte oder falsch konfigurierte Versandsysteme.
- Verschärfen Sie die Richtlinie erst danach kontrolliert auf
quarantineund später gegebenenfallsreject.
Eine strenge Richtlinie ohne vollständige Bestandsaufnahme kann legitime E-Mails zurückweisen.
Ergebnis prüfen
Senden Sie Testnachrichten über jedes legitime System an ein externes Postfach. Prüfen Sie in den Nachrichtenkopfzeilen, ob SPF, DKIM und DMARC bestehen. DNS-Änderungen können abhängig von der TTL verzögert sichtbar werden.
Häufige Fehler
- DKIM besteht nicht
- Prüfen Sie, ob der veröffentlichte Selektor und Wert exakt mit der Plesk-Anzeige übereinstimmen und ob tatsächlich der Plesk-Mailserver versendet hat.
- SPF meldet „PermError“
- Prüfen Sie auf mehrere SPF-Einträge, Syntaxfehler oder zu viele DNS-Abfragen.
- Newsletter werden nach einer DMARC-Verschärfung abgewiesen
- Der Newsletter-Dienst ist nicht korrekt in SPF eingebunden oder signiert nicht passend mit DKIM. Korrigieren Sie den Dienst, bevor Sie die Richtlinie verschärfen.

