VServer und Root Server - Distributions-Upgrade und Lebenszyklus
Ein Distributions-Upgrade wechselt auf eine neue Betriebssystemversion. Es ist deutlich riskanter als normale Paketupdates und benötigt ein eigenes Wartungsprojekt.
Inhaltsverzeichnis
Vor der Entscheidung
- Supportende der aktuellen Version prüfen
- unterstützten direkten Upgradepfad ermitteln
- Drittanbieter-Repositories und manuell installierte Software inventarisieren
- Kompatibilität von Webserver, PHP, Datenbank und Anwendungen prüfen
- Wiederherstellungszeit und Wartungsfenster festlegen
Vorbereitung
- Aktualisieren Sie zuerst die aktuelle Distribution vollständig.
- Prüfen Sie Paketfehler, freien Speicher und erforderlichen Neustart.
- Sichern Sie Daten, Datenbanken und Konfiguration extern.
- Testen Sie den Upgradepfad auf einem Klon.
- Halten Sie Konsole und Rescue-Zugang bereit.
- Dokumentieren Sie Dienste, Ports und Sollzustand.
Ubuntu
Für Ubuntu Server ist do-release-upgrade das vorgesehene Werkzeug. Wechseln Sie nur entlang des offiziell unterstützten Pfades. Verwenden Sie die Option für Entwicklungsversionen nicht auf Produktivsystemen.
Debian
Lesen Sie die Release Notes der Ausgangs- und Zielversion vollständig. Passen Sie Paketquellen nur gemäß dieser Anleitung an und führen Sie das Upgrade nicht über mehrere Hauptversionen in einem Schritt aus.
Nach dem Upgrade
systemctl --failed
journalctl -b -p warning
ss -lntup
df -hPrüfen Sie zusätzlich Website, Datenbank, Mail, Cronjobs, Firewall, Backups und Monitoring.
Neuinstallation als Alternative
Bei stark angepassten oder sehr alten Systemen ist eine neue, sauber konfigurierte Maschine mit kontrollierter Migration häufig besser rückgängig zu machen als ein mehrstufiges In-place-Upgrade.

