VServer und Root Server - Monitoring für Server einrichten
Monitoring meldet Probleme, bevor Kunden sie entdecken oder Folgeschäden entstehen. Überwachen Sie nicht nur, ob ein Server antwortet, sondern auch, ob seine Dienste fachlich funktionieren.
Inhaltsverzeichnis
Wichtige Prüfungen
- Erreichbarkeit von HTTP/HTTPS, SSH und den tatsächlich angebotenen Diensten
- korrekter HTTP-Status und erwarteter Seiteninhalt
- TLS-Zertifikatsablauf
- CPU-Last, verfügbarer Arbeitsspeicher und OOM-Ereignisse
- Speicherplatz und Inodes je Dateisystem
- fehlgeschlagene systemd-Units
- Alter und Ergebnis der letzten Backups
- Datenbankerreichbarkeit und Replikation, sofern verwendet
- Mailwarteschlange und Zustellfehler bei eigenem Mailserver
Lokale Ausgangswerte erfassen
uptime free -h df -hT df -i systemctl --failed sudo journalctl -p err..alert --since today
Diese Befehle ersetzen kein automatisches Monitoring, helfen aber beim Festlegen sinnvoller Schwellenwerte.
Externe Überwachung
Mindestens ein Prüfsystem sollte außerhalb des überwachten Servers und möglichst außerhalb desselben Standorts laufen. Sonst fällt der Alarmweg möglicherweise zusammen mit dem Server aus.
Alarme sinnvoll gestalten
Ein Alarm braucht Zuständigkeit, Dringlichkeit und Handlungsanweisung. Vermeiden Sie Schwellenwerte, die ständig Fehlalarme erzeugen. Ein Dateisystem sollte sowohl nach prozentualer Belegung als auch nach verbleibenden Bytes und Inodes bewertet werden.
Nach Wartungen testen
Prüfen Sie nach Updates, Neustarts und Konfigurationsänderungen:
- Sind alle erwarteten Dienste aktiv?
- Ist die Anwendung von außen erreichbar?
- Funktionieren Anmeldung und eine typische Kundenfunktion?
- Werden neue Messwerte empfangen?
- Löst ein kontrollierter Testalarm die Benachrichtigung aus?

