VServer und Root Server - Fail2ban für SSH einrichten

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Fail2ban kann wiederholte fehlgeschlagene Anmeldungen erkennen und Quelladressen vorübergehend sperren. Es ersetzt weder SSH-Schlüssel noch Updates und Firewall.

Voraussetzungen

  • funktionierender, getesteter SSH-Zugang
  • korrekte Systemzeit
  • Firewall-Backend und Logquelle sind bekannt
  • Zugriff auf die Anbieter-Konsole für den Notfall

Installation

Debian und Ubuntu:

sudo apt update
sudo apt install fail2ban

Auf RHEL-kompatiblen Distributionen hängt die Paketverfügbarkeit von den aktivierten, unterstützten Repositories ab. Aktivieren Sie nicht unbesehen eine Fremdquelle.

Lokale Konfiguration für SSH

Ändern Sie nicht die mitgelieferte jail.conf. Legen Sie beispielsweise /etc/fail2ban/jail.d/sshd.local an:

[sshd]
enabled = true
backend = systemd
bantime = 1h
findtime = 10m
maxretry = 5

backend = systemd passt nur, wenn SSH-Ereignisse im systemd-Journal vorliegen. Bei klassischen Logdateien muss das zur Distribution passende Backend verwendet werden.

Konfiguration testen und aktivieren

sudo fail2ban-client -t
sudo systemctl restart fail2ban
sudo fail2ban-client status
sudo fail2ban-client status sshd

Der Test muss ohne Fehler enden. Halten Sie die bestehende SSH-Sitzung geöffnet und prüfen Sie eine zweite Anmeldung.

Adresse entsperren

Wenn eine berechtigte Adresse gesperrt wurde:

sudo fail2ban-client set sshd unbanip 203.0.113.20

Ersetzen Sie die Beispieladresse erst nach Prüfung durch die tatsächliche Adresse. Tragen Sie dynamische oder große Netze nicht leichtfertig in ignoreip ein.

Hinweise

Fail2ban reagiert erst nach Ereignissen. Dienste sollten trotzdem nur für notwendige Quellen und Ports erreichbar sein. Überwachen Sie außerdem den Fail2ban-Dienst und prüfen Sie nach Log- oder Distributionsänderungen, ob das Jail noch Treffer erhält.

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