Plesk WP Toolkit - Übersicht und Einstellungen

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Das WP Toolkit bündelt die wichtigsten Verwaltungsfunktionen für WordPress in Plesk. Es ersetzt nicht das WordPress-Dashboard, sondern ergänzt es um Hosting-Funktionen wie Backups, Klonen, Sicherheitsprüfungen und zentrale Updates.

Voraussetzungen

  • In Plesk ist WordPress sichtbar.
  • Die Installation wurde mit WP Toolkit erstellt oder über Durchsuchen erkannt.
  • Einzelne Funktionen können durch Tarif, Rolle oder Lizenz fehlen.

Die Installationskarte verstehen

Öffnen Sie WordPress. Jede erkannte Website wird als Karte angezeigt. Wichtige Elemente sind:

  • Website öffnen: öffnet die öffentliche Website.
  • Anmelden: öffnet das WordPress-Dashboard, sofern die automatische Anmeldung möglich ist.
  • Einrichten: ändert grundlegende Angaben der Installation.
  • Domain verwalten: führt zu den Plesk-Einstellungen der zugehörigen Domain.
  • Status: zeigt unter anderem verfügbare Updates und Sicherheitsmeldungen.
  • Tools: enthält Schalter und Verwaltungsfunktionen.

Oberhalb von Status und Tools stellt Plesk – abhängig von den Berechtigungen – weitere Aktionen bereit:

  • File Manager
  • Daten kopieren
  • Klonen
  • Sichern/Wiederherstellen
  • Protokolle

Wichtige Werkzeuge

Suchmaschinenindexierung

Bei einer öffentlichen Produktionswebsite sollte die Indexierung normalerweise erlaubt sein. Bei einer Test- oder Staging-Website kann sie deaktiviert werden. Dieser Schalter ist kein vollständiger Zugriffsschutz: Wer die Adresse kennt, kann die Website weiterhin aufrufen.

Debugging

Aktivieren Sie Debugging nur vorübergehend zur Fehlersuche. Fehlermeldungen können Pfade oder technische Details offenlegen. Deaktivieren Sie die Funktion nach der Diagnose wieder und prüfen Sie, ob die öffentliche Website keine internen Informationen anzeigt.

Passwortschutz

Damit schützen Sie eine Testseite vor normalem Zugriff:

  1. Öffnen Sie WordPress.
  2. Aktivieren Sie auf der Installationskarte Passwortschutz.
  3. Legen Sie Benutzername und ein starkes Passwort fest.
  4. Klicken Sie auf Schützen.
  5. Testen Sie die Website in einem privaten Browserfenster.

Der vorgeschaltete Passwortschutz ist vom WordPress-Benutzerkonto unabhängig.

wp-cron.php ersetzen

WordPress führt geplante Aufgaben normalerweise bei Seitenaufrufen aus. Der Schalter wp-cron.php ersetzen richtet stattdessen eine geplante Aufgabe in Plesk ein; standardmäßig wird sie alle 30 Minuten ausgeführt. Die Funktion ist nur verfügbar, wenn das Konto geplante Aufgaben verwenden darf.

Aktivieren Sie den Ersatz nicht zusätzlich zu einer bereits manuell eingerichteten wp-cron-Aufgabe. Doppelte Ausführung kann E-Mails, Importe oder andere Aufgaben mehrfach starten.

Wartungsmodus

Der Wartungsmodus blendet die normalen Inhalte vorübergehend für Besucher aus. Verwenden Sie ihn bei Arbeiten, die zu inkonsistenten Seiten führen könnten. Prüfen Sie nach Abschluss unbedingt, dass der Schalter wieder deaktiviert ist.

Plugins, Themes und Datenbank

Über die Registerkarten Plugins und Themes können Sie Erweiterungen installationsübergreifend verwalten.

Plugin installieren

  1. Öffnen Sie WordPress > Plugins.
  2. Klicken Sie auf Installieren.
  3. Suchen Sie das Plugin oder laden Sie das vorgesehene Installationspaket hoch.
  4. Wählen Sie genau die WordPress-Installation aus, auf der es eingerichtet werden soll.
  5. Entscheiden Sie bewusst, ob das Plugin nach der Installation aktiviert werden soll.
  6. Konfigurieren und testen Sie das Plugin anschließend im WordPress-Dashboard.

Theme installieren

  1. Öffnen Sie WordPress > Themes.
  2. Klicken Sie auf Installieren.
  3. Suchen Sie das Theme oder verwenden Sie Theme hochladen.
  4. Wählen Sie die Zielinstallation.
  5. Aktivieren Sie Nach Installation aktivieren nur, wenn das Theme auf dieser Website sofort live geschaltet werden darf.
  6. Prüfen Sie nach der Aktivierung Navigation, Widgets beziehungsweise Blöcke und Mobilansicht.

Aktivieren oder aktualisieren Sie nicht mehrere unbekannte Erweiterungen gleichzeitig. Nur ein Theme kann pro Website aktiv sein. Ein installiertes, aber inaktives Theme ändert die öffentliche Darstellung nicht.

Im Datenbankbereich können – abhängig von der Plesk-Version und Berechtigung – Datenbankbenutzer und Passwort verwaltet werden. Ändern Sie das Datenbankpasswort nicht unkoordiniert: Stimmen die Zugangsdaten in WordPress danach nicht mehr, erscheint häufig „Fehler beim Aufbau einer Datenbankverbindung“.

Installationen kennzeichnen und filtern

Bei mehreren Websites helfen Bezeichnungen wie Staging, Production oder Test. Klicken Sie auf der Websitekarte neben dem Namen auf BEZEICHNUNG HINZUFÜGEN und wählen Sie die passende Bezeichnung. Die Kennzeichnung verändert die Website nicht; sie dient der Orientierung. Karten können außerdem minimiert und Installationen gefiltert werden.

Trennen oder entfernen

Trennen blendet eine Installation nur aus WP Toolkit aus. Dateien und Datenbank bleiben bestehen; bei einer späteren Suche über Durchsuchen kann sie wieder erkannt werden.

Entfernen löscht die WordPress-Installation vollständig. Dazu können Dateien und Datenbank gehören. Verwenden Sie diese Aktion nur nach Backup und eindeutiger Prüfung von Domain, Pfad und Datenbank.

Protokolle für die Fehlersuche

  1. Öffnen Sie die betroffene Installationskarte.
  2. Klicken Sie auf Protokolle.
  3. Suchen Sie nach Einträgen zum Zeitpunkt des Fehlers.
  4. Notieren Sie Zeitpunkt, Aktion und Fehlermeldung.
  5. Geben Sie Protokolle nur bereinigt weiter; sie können Pfade, Benutzernamen oder andere interne Daten enthalten.

Im Protokollfenster können Sie nach Datum/Zeit, Schweregrad, Akteur und Nachricht filtern. Über Protokollrotation lässt sich – falls freigegeben – festlegen, ob nach Größe oder Zeit rotiert wird, wie viele Dateien erhalten bleiben und ob ältere Dateien komprimiert werden.

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